Unser Kurztrip nach Amsterdam: Cannabis und schiefe Häuser?

Um mal wieder rauszukommen und dem Alltag zu entschwinden, entschieden Jens und ich uns für einen Kurztrip nach Amsterdam. Wir wohnen nicht besonders weit von Amsterdam entfernt, waren aber noch nie richtig dort. Das musste sich definitiv ändern.

Anreise und Parken

Wir reisten mit dem Auto an, da es von der Fahrzeit kürzer ist, als mit der Bahn und weil man einfach flexibler ist. Wer ebenfalls mit dem Auto anreist, dem kann ich das Parkhaus: Parking Centrum Oosterdok bestens empfehlen. Für 24 Stunden haben wir 15 € bezahlt. Für Amsterdam ist das wirklich sehr günstig und ihr seid schnell in der Stadt, ca. 10 Gehminuten.

Essen

Zu Mittag aßen wir in einem kleinem Pastarestaurant namens Pasta Factory. Die Portionen sind gut, das Essen kam schnell und die Preise waren auch erschwinglich, obwohl es direkt in der Stadt ist. Wir hatten beide ein Nudelgericht und ein Getränk und hatten insgesamt 30 € bezahlt. Ansonsten wenn ihr auch so sehr Nudeln liebt wie wir, dann könnt ihr natürlich auch im Vapiano essen, es befindet sich direkt beim oben genannten Parkhaus.
Außerdem gib es in Amsterdam etliche kleine Läden für Süßigkeitenliebhaber, mit Pancakes, Waffeln, Macarons, Frozen Joghurt und natürlich auch kleine Bonbonläden. Wir entschieden uns für einen Bonbonladen und haben uns eine große Tüte mit vielen verschiedenen Bonbons zusammengestellt. Wirklich toll, was es dort alles gibt.

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Shoppen

Nach dem wir angekommen sind, ging es direkt zum shoppen. Die Shoppingstraße ist die Kalverstraat. Hier befinden sich Schuhläden, wie Timberland, Dr. Martens und etliche kleine Sneakerläden, aber auch viele Klamottenläden, wie Forever21, Pull&Bear, Topshop und River Island. Was wirklich toll ist, die Läden haben jeden Tag geöffnet. Von unserem Shoppingerlebnis habe ich mir ein paar neue Sneaker von Nike und zwei neue Blusen gekauft.

Kultur

Wer etwas Kultur erleben möchte, der sollte sich das Anne Frank Museum anschauen. Im Anne Frank Museum könnt ihr das damalige Versteck der Anne Frank zu den Kriegszeiten besichtigen. Es hat täglich geöffnet und ihr könnt euch online ein Ticket buchen.
Ansonsten habe ich vorher auch schon sehr viel von der Ausstellung: Die Körperwelten gehört. Dort sind platinierte Menschen ausgestellt und man bekommt einen Einblick in das Innere des menschlichen Körpers. Ich muss gestehen, dass das definitiv nichts für mich ist. Ich kann nicht einmal Blut sehen, daher stand es außer Frage, mir das anzuschauen. Trotzdem soll es sehr interessant sein und ich habe bisher nur positives davon gehört. Die Ausstellung hat täglich geöffnet.

 

Das Leben und die Architektur

An jeder Straßenecke findet man einen Coffeeshop und die Einheimischen und Touristen tummeln sich davor. Alle paar Meter steigt einem der Geruch von Cannabis in die Nase. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen, denn in Deutschland gibt es das einfach nicht. Die Menschen wirken gelassener und nicht so gestresst wie hier in Deutschland. Aber, obwohl ich sehr offen dem Thema gestimmt bin, finde ich es dennoch erschreckend wie der Konsum von Cannabis geradezu zelebriert wird. Es ist dort einfach völlig normal neben einem heißen Kaffee, einen Joint zu rauchen.
Naja, ein anderes Thema ist die Sauberkeit der Stadt, es ist echt schlimm, wie viel Müll dort einfach rumliegt, teilweise richtige Müllhaufen. Die Grachten und die kleinen Brücken sehen wirklich toll aus, aber durch den ganzen Müll bekommt die Stadt für mich einen ganz anderen, unschönen Charakter.
Bei den Häusern war ich zwiegespalten. Einerseits fand ich es sehr interessant, wie schief teilweise die Gebäude, die Fenster usw. waren und wie sehr es doch einfach zum Charme der Stadt, mit den kleinen Gassen und Grachten, beigetragen hat. Zum Anderen entsprach es einfach nicht meiner Vorstellung, einer „schönen“ Stadt.
Des Weiteren war die Stadt nicht nur überlaufen, es fuhren auch noch tausende mit ihren Fahrrädern durch die City, was wirklich sehr toll ist, andererseits aber auch einfach nur nervig war.
Am Ende haben wir uns in der nähe des Parkhauses hingesetzt, dort war nicht ganz so viel los und wir konnten die Sonne am Wasser genießen, was wirklich sehr schön war. Der Platz gefiel mir wirklich sehr. Die Aussicht war wunderschön und die kleinen Boote, die auf dem Wasser fuhren, haben zum Feeling beigetragen. Dabei haben wir unsere Bonbons natürlich direkt genascht, aber auch weil wir keine Lust mehr hatten, nochmal Essen zu gehen und es somit unser „gesundes 😂“ Abendessen war.

  

Alles im Allem fand ich es toll, diese Stadt einmal zu sehen, besonders weil ich nicht weit davon weg wohne, ca. 2 – 2 1/2 Stunden Fahrzeit. Es ist interessant, wie anders das Leben in anderen Städten ist und wo man sich direkt wohl fühlt und wo nicht. Ich muss sagen, das Amsterdam nicht meine Stadt ist und ich das nächste mal dann doch lieber eine große Reise in Kauf nehme und noch einmal nach Wien fahre/fliege, denn diese Stadt hat mich einfach verzaubert. Über diese Reise habe ich auch bereits einen Blogpost veröffentlicht, den Beitrag könnt ihr hier nachlesen.  Ich weiß das viele meine Ansicht nicht verstehen werden, aber ich merke direkt, wenn mir etwas nicht gefällt und ich mich nicht wirklich an einem Ort wohl fühle. Einige von Euch werden mit Sicherheit die kleinen Gassen und Grachten mit den schiefen Häusern und dem „chilligem“ Leben genießen und toll finden, ich leider nicht.
Wart ihr schon einmal in Amsterdam? Falls ja, was gefiel euch und was nicht? Würdet ihr nochmal diese Stadt bereisen oder war es ein einmaliges Erlebnis? Ich freue mich darauf, eure Sichtweisen zu erfahren und wünsche euch noch einen wundervollen Tag.

 

Küsschen

 

6 Kommentare

  1. 18. April 2017 / 2:38 am

    Vielen Dank für den Einblick nach Amsterdam:) jetzt freue ich mich noch mehr wenn wir Ende Mai endlich fahren. Ich freue mich schon dort essen zu gehen & in so einen süßen Bonbonladen will ich auch unbedingt. Körperwelten habe ich übrigens schonmal in Deutschland gesehen & fand es eigentlich ganz cool – aber sicher nichts für schwache Nerven ! xxx

  2. 19. April 2017 / 12:07 pm

    Wow das ist ein toller Beitrag! Amsterdam klingt ja richtig toll! Ich war ja noch nie dort muss ich unbedingt mal machen.

    Kuss

  3. 20. April 2017 / 1:14 pm

    Oh ich weiß was du meinst – mein erster (und bisher letzter) Besuch in Paris hat irgendwie auch nicht so meinen Vorstellungen entsprochen und keiner konnte verstehen, dass ich Paris nicht totaaaal tool fand. Klar gab es auch gute seiten aber mich haben auch der Schmutz und recht unsichere Gegenden etwas verwundert…
    Ihr habt ja aber anscheinend das Beste aus eurem Amsterdam-Trip gemacht 🙂
    Wir waren damals im dezember dort – da war es überhaupt nicht überlaufen und die Altstadt sah in Schnee getaucht einfach malerisch aus 🙂 Vielleicht solltet ihr das noch einmal probieren? ♥
    xxx
    Tina
    http://www.styleappetite.com

  4. 24. April 2017 / 9:05 am

    Hallo Liebes,
    Ich weiß es du meinst. Es ist einfach die Aura, die eine Stadt ausstrahlt. Ich finde zum Beispiel Berlin nicht soo super wie alle. Also klar ist es ne wahnsinnig tolle Stadt, aber es gibt schönere:)
    Da ich Süßes total liebe, wäre wohl mein erster Besuch in Amsterdam in einem der Süßigkeitenläden. Macarons gehen doch immer 🙂

  5. 1. Mai 2017 / 6:08 pm

    Was für ein toller Bericht über euren Kurztrip nach Amsterdam. Ich war leider noch nie in Amsterdam, ich hoffe, dass ich bald mal etwas Zeit habe dort hinzufahren. Das hört sich so toll an, was es dort alles zu sehen gibt und die Bilder sind auch total klasse geworden. Ich glaube mich würde man auch in dem Bonbon Geschäft wiederfinden. 😀

    Liebe Grüße
    Lisa

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